Das dritte Wiener Forschungsfest vom 18.-20. September lockte über 20.000 forschungsbegeisterte Wienerinnen und Wiener in den Prater. Allein am Montag kamen 1.500 SchülerInnen aller Altersklassen und Schulstufen in das Forschungszelt auf der Kaiserwiese. Mit dem Forschungsfest konnte die Stadt Wien gemeinsam mit Universitäten, Fachhochschulen und forschenden Unternehmen allen WienerInnen Wissenschaft und Forschung leicht verständlich vermitteln und deren Wichtigkeit für die Entwicklung der Stadt unterstreichen.
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Spaß und Spannung beim Forschungsfest im Wiener Prater
Auf 1.500 Quadratmetern Fläche im Forschungszelt wurden den BesucherInnen 50 Projekte von Wiener Forschungseinrichtungen wie Universitäten, Fachhochschulen und forschenden Unternehmen präsentiert. Ausgestellt wurden u.a. Weltraummöbel, die das Wiener Unternehmen Liquifer für die NASA entwickelt und produziert oder die neueste Handprothese der Firma Otto Bock, deren Motorik die menschliche nahezu perfekt nachbildet. Alle Projekte wurden von WissenschafterInnen vor Ort erklärt und konnten auch selbst ausprobiert werden.
Veranstaltungsort des Wiener Forschungsfest 2010 waren Kaiserwiese und das Riesenrad im Wiener Prater. Es wurde nicht nur der traditionelle Ort des Wiener Freizeitlebens auf unterhaltsame Weise mit Wissenschaft verbunden, sondern auch der Ursprung des Praters in Erinnerung gerufen. Denn bereits im Jahr 1873 fand die fünfte Weltausstellung im Wiener Prater statt, technische Erfindungen und bahnbrechende Ideen wurden um die Jahrhundertwende traditionell im Prater präsentiert. So entstanden auch die ersten Kinos Wiens im Prater, 1895 wurde dort das Kinematographentheater eröffnet. Nicht zuletzt war das 1897 errichtete Wiener Riesenrad eine technische Meisterleistung seiner Zeit.
Bühne frei für 50 Unternehmen, Universitäten und private Forschungsinstitutionen
Im „Forschungszelt“ machten heuer 50 Unternehmen, öffentliche sowie private Forschungseinrichtungen unter dem diesjährigen Motto Wien. Meine Stadt 2020 ihre aktuellsten Forschungsergebnisse spannend und unterhaltsam erlebbar. Mit dabei waren neben Universitäten wie der Technischen Universität Wien, der Universität Wien, der Universität für Bodenkultur und der Veterinärmedizinische Universität auch die Wiener Fachhochschulen sowie private Forschungsinstitute und vor allem auch in Wien forschende Unternehmen. Neben bekannten Großunternehmen wie etwa der A1 Telekom Austria, Otto Bock, Philips und Siemens freut es die Initiatorin des „Wiener Forschungsfestes“, Vizebürgermeisterin Renate Brauner, besonders, dass auch viele kleinere innovative Unternehmen, die von der ZIT - Die Technologieagentur der Stadt Wien GmbH oder der Kreativagentur departure gefördert wurden, ihre Innovationen zeigten. Mit dabei waren zum Beispiel das Wiener Architekturbüro Liquifer, das seine Weltraummöbel an die NASA verkauft, oder die Wiener Firma hydrip mit Wasser sparenden Bewässerungsanlagen und zkoor mit beeindruckenden interaktiven 3D-Simulationen.
Live Vorlesungen von über 40 WissenschafterInnen in den Gondeln des Riesenrades
Beim Wiener Forschungsfest wurde das bekannteste Wiener Wahrzeichen zum „Forschungsrad“: über 40 in Wien tätige WissenschafterInnen hielten jeweils halbstündige Vorlesungen in den Gondeln des Wiener Riesenrades, die damit zu einzigartigen Hörsälen wurden. Die thematische Bandbreite erstreckte sich von Univ.-Prof. Dr. Josef Penninger und Univ.-Prof.in Dr.in Renée Schroeder („Medizin der Zukunft“) über Univ.-Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann („Entwicklung der Werte“) bis hin zu Univ.-Prof. Dr. Anton Pelinka. Das Forschungsrad wurde in Kooperation mit den Wiener Vorlesungen durchgeführt, die seit Jahrzehnten für einen spannenden Dialog zwischen Wissenschaft und einem breiten, interessierten Publikum im Wiener Rathaus bürgen.
Nachwuchs für Forschung und Innovation begeistern
Das Wiener Forschungsfest ist der informativ und unterhaltsam aufbereitete Kern der zahlreichen Initiativen zur Vermittlung von Forschung und Innovation für die interessierte Öffentlichkeit in Wien. Über die zentrale Veranstaltung hinaus wandern Teile der Ausstellung im Rahmen des Forschungsfestes On Tour durch Wiener Einkaufszentren, um weitere Zielgruppen für Forschung und innovative Entwicklung zu begeistern. Parallel dazu laufen in der ZIT GmbH kontinuierlich sogenannte "Ideenattacken". Das sind Innovationsworkshops für SchülerInnen der 3. und 4. Schulstufe, im Rahmen derer SchülerInnen Erfindungen basteln. Denn besonders bei SchülerInnen soll das Interesse für naturwissenschaftliche Disziplinen und technische Entwicklungen geweckt werden, da es noch immer zu wenig Nachwuchs in diesen zukunftsträchtigen Bereichen gibt.
Das „Wiener Forschungsfest“ ist eine Initiative von Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner und wird von der ZIT im Jahr 2010 bereits zum dritten Mal veranstaltet.
Organisation
- Projektkoordination: ZIT - Die Technologieagentur der Stadt Wien GmbH
- Ausstellungskuratierung, -koordination und –redaktion: Science Communications
- Kreation und Grafik: Hochstrasser Communication Design
- Ausstellungsdesign: dform
- Bühnenprogramm & Koordination: Ronge marketing_communication_event
- Organisation: Stadt Wien Marketing GmbH

