Wien hat sich in den letzten Jahren zu einem zukunftsorientierten Life Sciences Standort entwickelt. Hervorragende Lehr- und Forschungseinrichtungen, die langjährige Präsenz internationaler Konzerne, vielfältige Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen bildeten die Basis für diesen Aufschwung. Seit den späten 1990er Jahren haben auch zahlreiche junge Firmen hier ihren Betrieb aufgenommen. Als Schwerpunktthema der Wiener Technologiepolitik wurde der Bereich Life Sciences durch ein Bündel an Maßnahmen unterstützt: die Betreungseinrichtung Life Sciences Vienna Region (LISA VR), eine Arbeitsgemeinschaft zwischen ZIT und Austria Wirtschaftsservice (AWS), die Entwicklung von Technologiestandorten wie dem Campus Vienna Biocenter und regelmäßig durchgeführte Förder-Calls.
Impfung gegen Atherosklerose - AFFiRiS
Atherosklerose – umgangssprachlich als Arterienverkalkung bezeichnet – gehört zu den weitverbreiteten Zivilisationserkrankungen. Als Risikofaktoren gelten Bluthochdruck, Probleme mit dem Fettstoffwechsel, Diabetes, Übergewicht, körperliche Inaktivität und Rauchen. „Diese Fettstoffwechselstörung kann aber auch vererbt sein“, ergänzt Projektleiterin Sylvia Brunner. „Dennoch: Die meisten Betroffenen würden keine Therapie brauchen, wenn sie einfach nur ihren Lebensstil ändern würden.
Impfung wider das Vergessen - AFFiRiS
Erinnern, Lernen, Urteilen, Sprechen – alle diese verschiedenen intellektuellen Fähigkeiten nehmen im Verlauf der Alzheimerkrankheit drastisch ab. Ursache dafür sind fortschreitende Zerstörungen von Nervenzellen im Gehirn und zunehmende Fehler bei der Signalverarbeitung.
Vereint gegen Viren - Aspex
Der „Antiviral Spot of Excellence“ (ASPEX) versammelt Fachleute verschiedener Disziplinen zur gemeinsamen, abgestimmten Weiterentwicklung von neuartigen antiviralen Medikamenten. Derzeit aussichtsreichster Kandidat in der Forschungsgemeinschaft ist OPM-3001. Die vielversprechende chemische Verbindung wurde aus der Süßholzwurzel isoliert und wirkt nicht nur gegen Viren sondern hemmt zudem Entzündungen.
Mit Cooling Pads gegen Hirnschäden - EMCOOLS
Bei einem Herzstillstand gehört die Kühlung der PatientInnen zu den wichtigsten Notfallmaßnahmen. Der Grund: Das Herabsenken der Körpertemperatur auf zirka 33 Grad Celsius reduziert die Schäden an den Nervenzellen, die durch den kurzfristigen Sauerstoffmangel im Hirn passieren können.
Neues Allergiemittel auf pflanzlicher Basis - Marinomed
Gräser- und Baumpollen, Katzenhaare, Latex – knapp ein Viertel der Bevölkerung reagiert auf natürliche Substanzen aus der Umwelt allergisch. Die Folgen reichen vom klassischen Heuschnupfen über Hautekzeme und Atemwegsproblemen bis zum lebensbedrohenden anaphylaktischen Schock.
Widersacher West-Nil-Virus - Intercell
Manche Viren sind eng verwandt, auch wenn das eine am Nil und das andere an der Donau heimisch ist. Das in unseren Breiten bekannte FSME-Virus wird von Zecken übertragen und löst Gehirnhautentzündung aus. Das in Afrika heimische West-Nil-Virus wird durch Moskitos auf den Menschen übertragen und infiziert ebenfalls das Gehirn. Beide gehören zur Familie der Flaviviren.
Das Antikörperpuzzle - Intercell
Keime, die im Krankenhaus überleben, müssen mit allen Wassern gewaschen sein. Sie sind vielfach resistent gegen gängige Medikamente und Desinfektionsmittel. Mit der Immunabwehr ohnehin geschwächter PatientInnen haben sie leichtes Spiel. Krankheiten aus dem Krankenhausumfeld werden nosokomiale Infekte genannt und sind ein globales Problem.
Pilzidentifikation: Welche Art liegt vor? - Labdia
Für PatientInnen, deren Immunsystem durch Medikamente oder eine Erkrankung beeinträchtigt ist, können ansonsten eher harmlose Pilzinfektionen lebensbedrohlich werden. Die Betroffenen überleben im Spital trotz hoch wirksamer Mittel zu häufig nicht. Ein mit Unterstützung des ZIT entwickelter Test, der ganz allgemein Pilze als Erreger rasch dingfest macht, war für Labdia Labordiagnostik nur der erste Schritt.
Impfung gegen Krankenhauskeim - Pelias
Die Spitzenmedizin schreitet voran, doch in ihrem Schlepptau tauchen Probleme auf. Für eine Knochenmarkstransplantation muss das Immunsystem zuvor komplett ausgelöscht werden. Man ruft Situationen hervor, in denen Infekte leicht auftreten.
Der vermehrte Einsatz und die breite Wirkung von Antibiotika erzeugen weltweit immer mehr resistente Bakterienstämme. Die Keime sind jedoch genetisch flexibel, passen sich an und herkömmliche Medikamente werden unwirksam.
Osteoporose - Diagnostik per Bluttest
Osteoporose – besser bekannt als Knochenschwund – gehört zu den häufigsten Erkrankungen bei Frauen nach der Menopause. Auch die ältere männliche Bevölkerung ist zusehends betroffen. Fast die Hälfte der über 70-Jährigen leidet unter dieser Störung im Knochenstoffwechsel, die Knochen für Brüche anfälliger macht. Das Problem: Laut Schätzungen werden bis zu 50 Prozent der Osteoporose-Betroffenen entweder nicht richtig diagnostiziert oder gar nicht erkannt.










